Ein KFB ist eine Spielstation für Katzen!

Auf einem stabilen Boden sind Aufsätze (Module) angebracht, die der Katze den direkten Zugriff auf Beutestücke erschweren. In den Modulen verbergen sich Futter oder begehrtes Spielzeug. Mit der richtigen Strategie und Jagdtechnik wird diese Beute "erfummelt".

Das Verhalten der Katze während der Nahrungsbeschaffung ist ein ganz wichtiger Bestandteil ihrer täglichen Beschäftigung den sie in der Wohnungshaltung vermisst.

Das Katzenfummelbrett ermöglicht Katzen eine ideale Beschäftigung.

kartonfummelbrett2  

Suchen, erspähen, jagen, erbeuten, es gibt kaum spannenderes für Katzen.

 

Das KFB bietet den neugierigen Tieren Anreiz und Herausforderungen durch passende Situationen. Dies in verschiedenen Ausführungen ähnlich wie sie auch in der Natur vorkommen. Angebotene, begehrte Beutestücke motivieren die Tiere sich damit zu beschäftigen. Handeln entsteht aus Motivation. Beim Fummeln am KFB wechselt sich Bewegung mit konzentriertem Belauern ab. Das Tier kann sich damit, jede Katze in ihrem eigenen Tempo, auch in Abwesenheit des Halters selbstständig beschäftigen. Nach erfolgreicher Jagd und anschliessender Körperpflege werden die Erlebnisse dösend verarbeitet.

 

Dem Drang nachgehen zu können sich zu beschäftigen und zu spielen fördert massgeblich das Wohlbefinden der Katze und trägt somit zu ihrer Gesunderhaltung bei.

Wie alles begann: 

Kätzchen zu Bespassen ist nicht schwierig. Sie zeigen noch wenig Geduld und haben einen immensen Bewegungsdrang. Die Gehirnentwicklung wird während eines Katzenlebens nie beendet. Somit können auch betagte Katzen lernen. Es ist jedoch wichtig Katzen bereits in ihrer Jugendzeit genügend Abwechslung und Beschäftigung zu bieten damit sie sich optimal entwickeln. Sie benötigen stimulierende Anreize in allen Bereichen. Spielend erfahren Katzen ihren Körper und wie man ihn einsetzt. Ältere Katzen setzen beim Spielen mehr auf Erfahrung, Geschicklichkeit und Strategie.

In einer ehemaligen Funktion als Zwingerkontrolleurin hatte ich während Besuchen bei Züchtern, an Ständen von Katzenausstellungen sowie im Fachhandel gute Möglichkeiten mich über die neuesten Spielzeuge und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Tiere zu informieren.

 

kaetzchen1

     

Leider ereigneten sich im Kollegenkreis und auch in meinem eigenen Katzenhaushalt einige wenige, jedoch schlimme Unfälle mit Katzenspielzeug. Es gibt im Handel leider so einiges an Spielzeug welches offensichtlich billig produziert wird und schlecht verarbeitet ist.

 

Solche Spielsachen sind für Katzen absolut ungeeignet!

 

So machte ich mir viele Gedanken wie man diese Tiere sinnvoll, nachhaltig jedoch möglichst gefahrenfrei - auch in Abwesenheit vom Halter - Bespassen kann. Unter Aufsicht, begann ich mit meinen Tieren und mit Ferienkatzen die ich betreute neue Spieleideen auszutesten.

  kaetzchen2

Clickern:

clickern1

 

Ende 2004 entdeckte ich das Buch von Birgit Laser: "Clickertraining mehr als Spass für Katzen".
Fasziniert besorgte ich in einem Spielzeugladen einen Knackfrosch und begann zu clickern.

 

Begeistert liess sich mein damals fünfjähriger Abessinierkater Faramir auf diese neue Art der Unterhaltung ein.

 

Nach einiger Zeit des Zuschauens gesellte sich - gemütlich wie er war - mein damals 13-jährige Burmese Brumli dazu. Auch Brumli begann diese interessante Art der Beschäftigung mit Spiel und Spass engagiert auszuüben. Ich trainierte mit den Katern Verhaltensweisen die sie von sich aus gerne zeigten. Faramir wurde regelrecht süchtig aufs Training.


Er zeigt auch Tricks gegen Kraulbelohnungen.

Brumli hingegen freute sich speziell über Leckerchen.

Schwierig wurde es, wenn ich eine Zeit lang nicht mit den Katern spielen oder dieses beliebte Tricktraining ausüben konnte. Die Kater forderten regelrecht danach!

     
clickern2  

 -Tricktraining lässt sich nur ausüben wenn man Zuhause ist.

 

- Was bietet sich als Beschäftigungsmöglichkeit für die Katze, wenn man abwesend ist? 

 

Auf der Katzen-Clickerliste, ("Listenmama" ist Birgit Laser, siehe in "Tricktraining für Katzen") unterhielten wir uns gerade über das allgemeine "Katzenbespassen".

 

Einige Katzenhalter schreiben, über Leckerchenverstecke in der ganzen Wohnung. Sie liessen ihre Katzen danach suchen. 

 

Wir haben feste Fütterungszeiten. So befüllte ich zu einer gewohnten Fütterungszeit einige Stellen in unserem grossen Kratzbaum mit Futter in Schälchen. Bald stellte ich fest, dass besonders die Brocken des Nierendiätfutters welches Brumli als Leckerchen dienten, trotz Schälchen, grosse Fettflecken hinterliessen.

 

Ich empfand das Ganze rasch als unhygienisch und unpraktisch obgleich meine Kater viel Interesse daran fanden und gern nach Futter suchten.

Erste Schritte:

Manche Leute auf der Katzen-Clickerliste schrieben, dass sie die Leckerchen in Behältern versteckten, wie einem gekauften Snack-Ball aus Kunststoff, Eierschachteln, Klo- und Papprollen oder Schachteln in welche sie Löcher schnitten.

 

Ich probierte das aus, doch mich störte, dass die Behälter von den Tieren im ganzen Raum herum geschoben und " in der Hitze des Gefechts" auch polternd und unsanft gegen Möbel gestossen wurden. Da Leckerchen dabei auch oft unerreichbar für die Katzenpfoten unter Möbel purzelten, entstanden wiederum Fettflecken auf Böden oder Teppichen. Kam dazu, dass wir Menschen bei Unachtsamkeit schon mal über verschobene Behälter stolperten und noch vorhandene Leckerchen in den Teppich traten.

Das erste Katzenfummelbrett:

Gern wollte ich das Leckerchensuchen auf einen vorbestimmten, gewollten Bereich in der Wohnung konzentrieren.

 

So begann ich, diese für meine Katzen äusserst interessanten Leckerchenbehälter festzukleben.

 

Aus dem grossen Bodenteil einer schmalen, länglichen Kartonschachtel, einem Eierkarton, dem Rest eines hohlen dicken Bambusstabes, leeren Klorollen, einer Waschmittel-Dosierkugel und dem inneren Plastikteil einer Gebäckpackung (an deren Inhalt ich mich während der Bastelei erst noch kulinarisch erfreute) klebte ich mein erstes Katzenfummelbrett.

  kartonfummelbrett1

Woher stammt der Name "Katzenfummelbrett" ?

Auf unserer Katzenclickerliste war beim Thema Fresspielchen oft von „Fummeln“ die Rede. Ich fand das damals lustig und übernahm den Ausdruck.

 

Ich verschmolz ihn worttechnisch mit den Begriffen "Brett" (für etwas fixes, starres). Nachdem ich ergoogelt hatte, dass ein „Fummelbrett“ ein Werkzeug für Maurer ist, konkretisierte ich den Namen mit den Brettbenutzern, den "Katzen".

 

Deshalb heissen diese Spielstationen "Katzenfummelbrett "oder schlicht "KFB".

  clickern4

Autonomes "Fummelfeld"

fummeln1  

Endlich hatte ich eine geeignete Möglichkeit gefunden meine Katzen an einem bestimmten Platz zu beschäftigen. Selbst wenn ich keine Zeit hatte mitzuspielen, meine Kater waren begeistert über ihr neues autonomes "Fummelfeld".

 

Auf diesem ersten Brett erhielten die Kater - mitten auf dem Küchenboden - ihr Nachtessen. Nachdem alles herausgegrübelt und verputzt war legten sie sich, schnurrend, sich putzend und sichtlich zufrieden, auf ihren Sofaplatz.

 

Seit diesem Tag sind KFB's aus unserem Haushalt nicht mehr wegzudenken.

 

Es bereitet den Katzen viel Spass, hält sie aufmerksam, interessiert und beschäftigt sie täglich. Weil es auch mir enorm Spass macht, entwickle und baue ich seither verschiedenste KFB-Module. Ich lasse sie von vielen verschiedenen Katzenpersönlichkeiten gründlich austesten. Einige Modelle stelle ich hier auf meiner HP vor.

 

Für die Fa. TRIXIE habe ich mehrere, robuste käufliche KFB's mit beliebten Modulvarianten entwickelt. (Sie werden unter "Cat Activity" vorgestellt.) Die Modelle  "Cat Activity Fun Board" und der "Cat Activity Tunnel Feeder" eigenen sich, nebst für den Privathaushalt, auch besonders gut für den Einsatz im Katzenheim.
KFB´s finden bei verhaltensauffälligen Katzen auch therapeutischen Einsatz.

 

rena1

Einfache Spielstationen, die für Katzen nachhaltig interessant bleiben lassen sich mit wenig Aufwand aus Haushaltsmaterialien herstellen. Mein Ziel ist es, Katzenhalter zu animieren ihren Katzen ein Katzenfummelbrett zur Verfügung zu stellen um zu sehen wieviel Spass das macht.

... nicht nur den Katzen ... ;-)