Caro, Finn und die Spielkatzen

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Wir basteln nicht oft Katzenfummelbretter, meistens einmal im Jahr oder zweimal. In diesem Jahr haben wir vier KFBs fertig. Uns hat die Bastelwut einfach gepackt, es ist kalt draußen und grau. Ideale Zeit für das Basteln. Zusätzlich beschäftigen wir unsere Katzen mit Futterspielzeug,  für die Hunde Intelligensspiele oder andere Spiele.

Im Haushalt findet man ja immer wieder was für die Katze, z.B. das Adventshaus aus Holz, die Schubladen entfernen, fertig ist das "Katzenfummelbrett" ohne groß zu basteln usw.

Außerdem ist das Katzenfummelbrett meiner Meinung nach auch als Spieltherapie geeignet, mehr darüber kann man auf meiner Homepage lesen, unter: "Katzenfummelbrett, Vorwort".

Das war sehr schön, dass alle vier Katzen durch das Katzenfummelbrett wieder zusammen gekommen sind.  Seitdem ist das KFB beliebt bei uns. 

flaschendrehen

Mein Sohn und ich haben zusammen mit meinen Vater Katzenfummelbrett "Drehflaschen" und ein Flaschenmodul gebastelt.

 

Ich bin auf die Plastikflaschen gekommen, weil man damit auch basteln kann und ich nicht weiß, wo man Plastikröhren kaufen kann.

Mein Sohn Finn, der vorher nicht viel Lust hat, mit mir was für die Katzen  zu basteln, hat nun Interesse am Basteln.

 

Hier fummeln Maruschka und Findus

findus

 

maruschka flaschenmodul

 


KARIN

karin03Ich habe 2 Freigängerkatzen, Whisky und Bailey, die beide Schnee und Winter hassen und an chronischer Langeweile leiden, wenn sie nicht mehrere Stunden am Tag draußen herumstreifen können.

Da ich ganztägig berufstätig bin, kann ich mich ihnen untertags nicht so oft widmen, wie ich das gerne würde. Also suchte ich nach einer Beschäftigung. Ich glaube, in einer Katzenzeitschrift war mal ein Bericht, irgendwie hatte ich das im Hinterkopf und hab mir dann die Klorollenschachtel gebastelt.

 

 
 

Eigentlich dachte ich eher, dass meine clevere, winterhassende und immer nach Beschäftigung bettelnde Katze Bailey mit einem Denkspiel gefordert sein könnte. Allerdings ist Futter für sie eher Nebensache. Trotzdem hat sie doch öfter gefummelt.

 

Aber mehr als erstaunt war ich von meiner faulen und gefräßigen Kater Whisky. Eigentlich ist er ja ein Schlinger - wenn es nicht extra große Kroketten sind, schluckt er alles ganz runter. Beim Fressen legt er ein Tempo vor, das ist unglaublich. Zum Spielen ist er nicht zu bewegen und Bewegung bekommt er nur auf seinen Streifzügen draußen. Folgedessen dachte ich eigentlich, das Spiel wäre ihm viiiiiiel zu viel Arbeit, ginge ihm zu langsam und die Ausbeute wäre ihm zu gering. Weit gefehlt. Er war begeistert!!!


Oft musste ich 2x täglich auffüllen, die Fummelschachtel im Wohnzimmer war ihm lieber als die Näpfe in der Küche. Ich bildete mir auch ein, dass er ausgeglichener war. Sonst macht er im Winter aus Langeweile öfter Jagd auf Bailey, mit der er dann nicht gerade zimperlich umgeht und sie öfter mal Prügel einstecken muss. Ich bilde mir zumindest ein, dass das seit dem ersten Fummelspiel sehr viel weniger wurde. Ich ging dann dazu über, einzelne Trockenfutterstückchen im Wohnzimmer zu verstecken - einige unter im Zimmer verteilten Stückchen Seidenpapier, andere auf einer Kuschelhöhle oder auf dem Kratzbaum.

 

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Er ging immer der Nase nach, suchte sie mit Begeisterung und es wurde zum täglichen Spiel.

 

Wenn nichts mehr da war, hat er regelrecht gefordert, dass ich wieder nachfülle und verstecke.


Dann hab ich ihm auch einige Stückchen durch's Wohnzimmer gekickt. Nicht dass er ihnen nachgerannt wäre - übertreiben wollte er dann doch nicht - aber immerhin hat er sich dafür in Bewegung gesetzt. Etwa 3 Stückchen kriegt er jedes Mal aus der Hand, für die er inzwischen auch brav Männchen macht. Für Futter tut er ja wirklich alles. So war ich also auf der Suche nach weiteren Beschäftigungsspielen, als ich auf deine geniale Seite stieß, noch mehr Anregungen fand und noch am selben Tag mein Fummelbrett baute.

Wie man auf dem Foto (oben) sieht, war ich selber so begeistert, dass ich mit fotografieren nicht warten konnte, bis der Leim trocken war. ;-)

Am nächsten Tag dann der Test mit den Katzen. Sie waren interessiert, fingen doch nur langsam an zu fummeln.

 

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Nach einer Woche hatte sie alles raus - bis auf die Flasche, die haben sie auch  nach 3 Monaten noch nicht kapiert. Auch nicht, als ich ein Stück Paketschnur, die sie eigentlich als Spielzeug lieben, daran befestigt habe. Auch der zwischen 2 Stuhlbeinen aufgespannte Joghurtbecher ist - obwohl sie öfter dran riechen - nicht die Mühe wert, sich ausgiebiger damit zu beschäftigen.

 

Bailey, die von Futter nicht so angelockt wird, fummelt manchmal am Fummelbrett, aber man sieht sie eher selten. Whisky jedoch ist zum Chef-Fummler geworden. Oft geht er, wenn er durch die Katzenklappe in der Küche reinkommt, an den gefüllten Näpfen vorbei ins Wohnzimmer, um sich am Fummelbrett zu verpflegen. Ich muss spätestens nach 2 Tagen wieder auffüllen (wenn draußen Schnee liegt auch schon mal 2x am Tag), und Whisky wird immer geschickter. 

 

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Ich hatte zwar Bedenken, gerade ihn, der ohnehin schon ein Hängebäuchlein sein Eigen nennt, noch zu weiterem Fressen zu animieren, aber er frisst meiner Menung nach mengenmäßig nicht mehr als vorher. Ich merke, dass ich die Näpfe in der Küche, die ich vorher täglich auffüllen musste, jetzt nur noch alle 3 - 4 Tage nachfüllen muss.

Ich glaube sogar, dass er eher weniger frisst, weil er die Stückchen einzeln erobern muss und nicht mehr so schlingen kann (nichtsdestotrotz sind seine Lieblingsbereiche natürlich schon die, bei denen er mit der Schnauze reinkommt...).

 

Und das beste ist: Er kaut jetzt sogar. Naja zumindest knackt er die Stücke wenigstens.

Ich verwende zwar für das Fummelbrett extra große Kroketten, damit er auch was für seine Zähne tut, aber auch mit kleineren hört man ihn knacken. Also das Fazit aus Österreich: Helle Begeisterung, und das Fummelbrett hat durchaus Therapiequalität!!!

 


 MARCEL

Vor einer Woche bin ich per Zufall auf deine interessante Seite gestossen. Da ich der geborene Bastler bin kamen mir deine Anleitungen wie gerufen. „Abfall“ hatte ich genug im Keller, und auch im Geschäft habe ich alle Papier und Kartonabfälle durchsucht.

Dann noch kurz im Baumarkt ein passendes Grundbrett gekauft und schon ging‘s los. Zweimal am Abend 2-3 Stunden in meiner Werkstatt und fertig war mein ERSTES KFB. Ich war stolz und neugierig zugleich wie es wohl bei meinen Katern ankommen würden.

  

Eigentlich hatte ich das KFB für den Kater meines  Sohnes im Nachbarhaus gebaut.

 

 

Er ist den ganzen Tag am Arbeiten und ich habe das Gefühl dass sich seine Katze (ist ca. 3-4 jährig) doch langweilt. Bevor es aber in den Livebetrieb gehen sollte wollte ich es mit meinen Katern testen.

 

Unsere Katzen sind uns alle vor 1-3 Jahren zugelaufen, sind ca. 8-13 jährig und sehr zutraulich. Zwei schlafen in unserem Bett und der andere,  der es lieber kühler mag, in der Garage. Sie sollten die ersten "Tester" sein.

 

So habe ich das KFB im Wohnzimmer aufgestellt und unser "Grosser" hat sich auch schon neugierig daran gewagt. Das Interesse schien aber nicht sehr gross zu sein.

 

(Ja gut wenn man natürlich vom Fressen kommt sind die „Gudi’s“ nicht wirklich interessant.)

Also werden wir das KFB mal seinem richtigen Bestimmungszweck zuführen, und sehne wie sich der „junge Gäugel“ anstellt. Und was dann da abging hat mich, besser gesagt den Kater hat das KFB, fasziniert. Ich hatte doch einige schwierige Sachen eingebaut (CD-Trommel, Garage, Schubladen), diese schienen aber für den Kleine überhaupt keine Herausforderung zu sein. Der hat die Schubladen geöffnet, wie wenn er dies schon immer gemacht hätte. Auch die anderen versteckten Schieber hat er problemlos mit Pfote oder Schnauze betätigt und seine Gudi’s geholt.

 
     
           

Einzig die Kippflasche hat er noch nicht kapiert, aber die wird er sicher in Kürze geleert haben.

 

Ich bin einfach nur begeistert wie schnell die Katzen das kapieren. Heisst für mich natürlich auch mir schon jetzt Gedanken zum nächsten KFB zu machen. Das muss natürlich eine gesteigerten

 

Schwierigkeitsgrad haben und noch mehr Raffinesse. Mal sehen was mir noch einfällt, oder ob ich auf deiner Seite noch gute Ideen finde.

 

Material:

Holz, Karton, Waschpulverbehälter, Plastikabdeckung von Bildern, Holzleim, Schrauben, Schnur

     
     

1 – Haus mit verschiedenen Fummelbehälter

 

2 - Fummelflasche

 

3 – Schieber und Drehlöcher

 

4 - Pendelflasche

 

5 – CD Trommel

 

6 – Garage mit Kipptor

 

7 – Brett mit Fummelbehälter und Zapfenbrett

 

8 - Drehflasche

 

9 – Fummelröhren und Schubladen

Dir und allen anderen KFB-Konstrukteuren wünsche ich unfallfreies Basteln und bis zum nächsten Mal.