Gabi Müller
|
Hallo Helena, vor einiger Zeit habe ich viele verschiedenen KFB´s für meinen "Dicken" Blacky gebaut. Meine anderen Katzen waren nicht so interessiert, aber Blacky war schon beim bastel/bauen so begeistert, das er seine Pfoten nicht stillhalten konnte. Leider hat ein Autofahrer ihn vor meinen Augen und Haustüre überfahren. Die Lücke die er hinterlassen hat, versucht nunn ein 8 Wochen altes Fellknäuel zu schließen. Der Kleine hat eine Abenteuerlust ( war schon im Kamin) die er ganz gut an den KFB`s austoben kann. Noch ist allles andere spannender( er hat schon raus, wie den anderen Katzen das Futter madig macht). Also, ich melde mich nochmal in ein paar Wochen, wenn er sich an den KFB`s versucht hat. Grüße von Gabi, Gipsy (8 Wochen), Tiffany(2,5 Jahre) und Flauschi(4,5 Jahre)
12.06.2010, 22:36
 |
| Antwort von Helena (23.06.2010, 07:57) | Wir wohnen in einem dicht besiedelten Gebiet. Weil ich die Möglichkeit dazu habe, entschloss ich mich meinen Tieren nur noch gesicherten Ausgang zu gewähren. Ich kann mir vorstellen, dass Blackys trauriges Schicksal ein sehr prägendes Erlebnis für Dich war.
Gipsy ist mit 8 Wochen arg früh von der Mutter weggekommen. In dem zarten Alter hat er natürlich viel zu lernen. Er sucht Herausforderungen und testet seine Grenzen aus (gern auch an Mitkatzen...). Kätzchen müssen möglichst schnell möglichst viel lernen. Die Überlebensaussichten eines Kleintigers steigen (unter anderem) auch dank seines Neugierverhaltens. Dazu benötigt er passende Situationen/Reize (zB: Objekte) aus der Umwelt um dies auszulösen. Es erfolgt jedoch eine sehr schnelle Gewöhnung. Das heisst: nach kurzer Zeit wird das neue Objekt nicht mehr beachtet. ...Dies ist ein glücklicher Tatbestand für die Katzenspielzeugindustrie...*hmhm
Für sehr junge Katzen sind selbst KFBs häufig nur kurzfristig interessant. Davon sollte sich der Halter jedoch nicht irritieren lassen! KFBs bieten Katzen lediglich passende Situationen. Das hingelegten Spielzeug und/oder Leckerli die Reize sich immer wieder am KFB zu beschäftigen. Kätzchen haben oft zuwenig Geduld und nicht die Musse sich mit unbewegter Beute allzu lange aufzuhalten. Dazu muss die Motivation wirklich sehr hoch sein (zB: die Wahl von absoluten Superleckerlis). Es ist vorteilhaft wenn der noch sehr junge Gipsy wiederholt am KFB üben kann, dass man nicht immer sofort Erfolg haben kann. Als klein Plato bei uns einzog hat er sich jeweils nur kurzfristig an den KFBs zu schaffen gemacht. Den zuckenden Schwanz des neben ihm am KFB fummelnden Faramir fand er jeweils viel interessanter. Spielen ist ansteckend. Auch das Fummeln an KFBs wirkt ansteckend. Die wiederkehrenden, kleinen Erfolgserlebnisse nach erfolgreichem Fummeln bringen nicht nur offensichtlich Spass sondern vermitteln Zufridenheit. Auf unseren jungen Plato wirkt es sichtbar beruhigend. Plato quält an manchen Tagen gern den deutlich älteren Faramir. Er starrt ihn dann lange an, belauert ihn, jagt ihn, springt ihn an und will sich ständig mit ihm prügeln. Faramir wehrt sich nur bedingt und nimmt eine defensive Haltung ein, was Plato offenbar noch mehr aufstachelt. Plato wird bei seinen Angriffen an manchen Tagen sehr penetrant. Solche heftigen Situationen unterbreche ich gern durch Befüllen eines KFB. Die Kater vergessen sofort ihren Zwist, kommen angerannt und fummeln gemeinsam los als wäre nichts gewesen. Nach leeren des KFB beschäftigen sich die beiden dann mit Fellpflege oder dösen irgendwo. Häufig finde ich die beiden kurze Zeit später gemeinsam angekuschelt auf ihrem Lieblingsschlafplatz.Platos massive Angriffe setzen nun für Stunden manchmal Tage aus. Vielleicht magst Du in einigen Monaten schreiben wie Gipsys Fummellust sich entwickelt hat? Danke!
|
|
Susi
|
Liebe Helena!
Wirklich eine sehr informative, supertolle und vorallem liebevoll gestaltete Seite. Da macht es immer wieder Spaß, mal vorbeizuschauen!
Habe mir auch das "Spielebuch für Katzen" zugelegt und bin restlos begeistert. Dieses Buch darf in keinem Katzenhaushalt fehlen. Habe es auch gleich gewissermaßen verborgen "müssen", da mir eine ältere Dame von ihrer Miezi erzählte, die leider nicht mehr so spielefreudig ist ... und siehe da sie erkennt ihren Stubentiger kaum wieder - naja umgekehrt wird es sicherlich auch so sein, da ja eine reine Bastelwut entstehen kann und auf einmal Frauchen mit neuen Ideen kommt :-). Jedenfalls erzählte sie mir mit Freudentränen darüber und daß sie schon so unendlich viele Katzenbücher habe, aber so eins ihr leider noch nicht in die Hände gefallen ist ... bis jetzt! Also auch in ihren Namen und der jetzt spielwütigen Miezi ein großes Lob!
Weiterhin habe ich auch das Cat-Activity-Fummelbrett besorgt, da man es praktischerweise abwaschen kann und auch mal Fleischbröcken und Pasten etc. verwenden kann. Ach ja: Fernseher aus, Fummelbrett bestücken, im Lieblingssessel platznehmen und dem Katerle beim Beutefang zu schauen - herrlich!
Ganz liebe Grüße von Abyfan Susi & Rio, an Sie und Ihre Miezis, die Ihnen hoffentlich noch viele weitere Anregungen und Ideen aufzeigen werden!
23.05.2010, 10:05
 |
|
|